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Impressionen und Geschichten



Neues

Paulo Coelho: "Die Statuten des neuen Jahres" · 21.09.14

Artikel 1.
Alle Menschen sind verschieden. Sie sollten alles daran setzen, dass es so bleibt.

Artikel 2
Jedem Menschen stehen zwei Wege offen, der des Handelns und der der Kontemplation. Beide führen zum selben Ziel.

Artikel 3
Jeder Mensch hat zwei Gottesgaben: Ihm wurden die Fähigkeit, zu entscheiden, und Begabung gegeben. Die Fähigkeit, zu entscheiden, führt den Menschen seinem Schicksal entgegen, seine Begabung hilft ihm, das Gute in sich mit anderen zu teilen.

Artikel 4
Jeder Mensch bekam die Gabe, zu wählen. Wer die Gabe, zu wählen, nicht nutzt, dem wird sie zum Fluch – und andere wählen an seiner statt.

*Artikel 5*Jeder Mensch hat das Recht, das Gute zu tun oder sich zu irren. Im zweiten Fall gibt es immer einen lehrreichen Weg, der uns auf den Pfad des Guten zurückführt.

Artikel 6
Jeder Mensch hat das Recht, ohne schlechtes Gewissen seine sexuelle Neigung auszuleben, solange er andere nicht zum Mitmachen zwingt.

Artikel 7 Jeder Mensch ist auf der Welt, um seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Ob er seinen Lebenstraum nachlebt, zeigt sich darin, mit welchem Enthusiasmus er etwas anpackt. Zwar darf jeder Mensch seinen Lebenstraum vorübergehend aufgeben, doch sollte er ihn niemals vergessen.

Artikel 8
Jeder Mensch hat eine weibliche und eine männliche Seite. Es gilt, Disziplin intuitiv einzusetzen und Intuition möglichst sachlich.

Artikel 9
Jeder Mensch sollte zwei Sprachen sprechen: diejenige der Allgemeinheit und die Sprache der Zeichen. Erstere dient dazu, mit dem Mitmenschen zu kommunizieren, Letztere dazu, zu verstehen, was Gott uns sagen will.

Artikel 10
Jeder Mensch hat ein Recht auf Glück, wobei Glück so viel heißt wie eigene innere Zufriedenheit – die sich nicht notwendigerweise mit der seiner Mitmenschen deckt.

Artikel 11
Jeder Mensch sollte das Flämmchen des Wahnsinns lebendig halten. Und sich wie ein normaler Mensch benehmen.

Artikel 12
Die einzigen wirklich schlimmen Fehler sind: seine Mitmenschen missachten; sich schuldig fühlen; zu meinen, man habe das Gute und das Böse, das einem im Leben widerfährt, nicht verdient; und Feigheit. Wir sollen unsere Feinde lieben, aber uns nicht mit ihnen verbünden. Sie stellen sich uns entgegen, damit wir an ihnen unser Schwert erproben, und verdienen, dass wir den guten Kampf mit ihnen ausfechten. Wir selbst wählen unsere Feinde und nicht umgekehrt.

Artikel 13
Jede Religion, wenn man sich aufrichtig zu ihr bekennt, führt zum gleichen Gott, und jede dieser Religionen verdient den gleichen Respekt. Der Mensch wählt mit seiner Religion auch eine Form der Anbetung und der Kommunion. Dennoch trägt er die alleinige Verantwortung für das, was er tut, und darf sie nicht seiner Religion anlasten.

Artikel 14
Hiermit erklären wir feierlich, nicht mehr zwischen heilig und profan zu unterscheiden: hinfort ist uns alles heilig.

Artikel 15
Alles, was wir tun und was geschieht, betrifft die Zukunft und rückwirkend auch die Vergangenheit.

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www.paulocoelhoblog.com

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